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Großdemonstration und Demokratiefest in Fulda-Johannesberg

Die AfD greift unsere Grundsätze, Ziele und Überzeugungen an und stellt die Werte in Frage, für die wir stehen. Deshalb rufen wir unsere Mitglieder, Unterstützer*innen und Mitarbeiter*innen auf zur Teilnahme am Protest gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugend Hessen am Samstag, 28. März, in Fulda-Johannesberg. 

Als zivilgesellschaftliche Organisationen treten wir in unterschiedlichen Bereichen für eine demokratische, soziale, nachhaltige und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft ein. In der extrem rechten AfD sehen wir eine große Bedrohung für die Demokratie. Dass die AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Hessen, dem Bundesland, in dem wir aktiv sind, ihren Landesverband gründen will, lassen wir nicht unwidersprochen. 

Wir appellieren an die Politik, sich klar gegen den Rechtsextremismus zu positionieren und ihm den Nährboden zu entziehen. Verantwortliche in Bund, Land und Kommunen müssen die Demokratie entschlossen verteidigen und die Bevölkerung zusammenbringen, anstatt Gruppen gegeneinander auszuspielen. Allen Kindern und Jugendlichen müssen Zukunftsperspektiven in einer solidarischen Gesellschaft eröffnet werden. Kürzungen im sozialen Bereich und in der Bildung darf es daher nicht geben.

Um gerade die junge Generation für die Gefahren rechtsextremer Ideologien zu sensibilisieren, muss die Demokratiebildung gestärkt werden. In Hessen muss das Demokratieförderungsgesetz auf den Weg gebracht werden, das CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt haben. 

Das AfD-Programm steht unseren ethischen Überzeugungen an so vielen Punkten diametral entgegen, dass hier nur einige beispielhaft genannt werden können: Die AfD ist völkisch-national und spricht großen Teilen der Bevölkerung die Zugehörigkeit zu Deutschland ab, etwa weil sie eine Migrations- oder Fluchtgeschichte haben. Sie vertritt ein rückwärtsgewandtes Frauen- und Familienbild und lehnt Lebensentwürfe ab, die diesem nicht entsprechen. Die Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik der AfD ist darauf ausgelegt, die ungleiche Verteilung des Reichtums noch zu verstärken.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel leugnet die AfD und verbreitet gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Wir treten allen Formen von Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Sexismus, Antifeminismus sowie Feindlichkeit gegenüber LGBTIQ* und Menschen mit Behinderung entschieden entgegen. Wir stehen für eine vielfältige, offene und nachhaltige Gesellschaft und werden dafür von der AfD bedrängt und angefeindet. 

Die geplante Neugründung des Landesverbands Hessen der AfD-Jugendorganisation in Fulda werden wir nutzen, um einmal mehr unsere Werte gegen ihre Hetze zu setzen. Ihren Versuch, die Gesellschaft zu spalten, kontern wir mit einem Appell für Solidarität und Zusammenhalt und freuen uns dabei über Unterstützung.

Für Samstag, 28. März 2025 sind in Fulda zahlreiche Aktionen geplant. 
„Fulda stellt sich Quer“ ruft auf zur Demonstration nach Johannesberg, die um 10 Uhr am Parkplatz Aueweiher startet. Um 10.30 Uhr beginnt vor dem Bürgerhaus Johannesberg, dem Tagungsort der AfD-Jugend das Demokratiefest.

Herausgebende Organisationen in alphabetischer Reihenfolge:

agah – Landesausländerbeirat

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen

DGB Hessen-Thüringen

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Hessen 

LandesFrauenRat Hessen

NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Hessen

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Hessen

Hier geht es zur Pressemitteilung.

Mehr Raum für Vielfalt in der Kommunalpolitik – aber wie?

Frauen sind in der Kommunalpolitik nach wie vor unterrepräsentiert. Insbesondere dann, wenn sie unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven mitbringen. Dazu zählen etwa Frauen mit Migrationsbiografie, junge Frauen, Frauen mit Sorgeverantwortung oder aus nicht-akademischen Milieus. Obwohl sie die gesellschaftliche Vielfalt vor Ort prägen, spiegelt sich diese Vielfalt in politischen Gremien bislang nur unzureichend wider.

In Ihrem Vortrag beleuchtet Cécile Weidhofer zentrale Herausforderungen und zeigt praxisnahe Ansätze auf, wie politische Teilhabe von Frauen in ihrer Vielfalt gestärkt werden kann. Im Fokus stehen strukturelle Hürden, förderliche Rahmenbedingungen sowie bewährte Praxisbeispiele aus der kommunalen Ebene. Sie lädt dazu ein, Politik neu zu denken: näher an den Lebensrealitäten von Frauen, offener für Vielfalt und stärker für demokratische Teilhabe. Eine Teilnahme ist ganz ohne Vorwissen möglich, es gibt genug Raum für Austausch, Fragen und gemeinsame Ideen.

Referentin:
Cécile Weidhofer, Director bei der EAF Berlin. Sie leitet das Projekt Frauen.Vielfalt.Politik und ist Co-Herausgeberin des Sammelbandes „Zu anders für die Macht? Wie mutige Frauen für Gleichberechtigung in der Politik kämpfen“.

Veranstalterinnen:
Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e.V.
LandesFrauenRat Hessen
Referat Kommunale Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Wiesbaden

Datum:
Mittwoch, 04. März 2026, 17:00 – 18:30 Uhr (Online)

Link zur Anmeldung

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Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jahresthemas "Migration weiblich gestalten" statt.

Wir gratulieren Sigrid Isser

Herzlichen Glückwunsch zur Bürgermedaille! 🏅Wir gratulieren Sigrid Isser zur Bürgermedaille der Stadt Offenbach. Ihr unermüdlicher Einsatz und Engagement wurden gestern feierlich im Offenbacher Rathaus ausgezeichnet. Nadine Gersberg, MdL und Ursula Pöhlig bedankten sich im Namen der Vorstände BüroF und LandesFrauenRat Hessen für die vielen Jahre Engagement und für ihren Einsatz für Frauenrechte und Gleichstellung. Sigrid Isser ist seit über 20 Jahren die Vorsitzende des LandesFrauenRats Hessen und damit die dienstälteste Vorsitzende eines Landesfrauenrats bundesweit.💫💜‼️

 

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Zweiter Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland

Das Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) hat am 17. November 2025 seinen Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland veröffentlicht. Der Bericht wird GREVIO, dem unabhängigen Expert*innengremium des Europarats, vorgelegt und zeigt auf: Es bestehen weiterhin massive Lücken beim Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt. Es fehlt zudem an einer klaren Verbindlichkeit bei der bundesweiten Umsetzung der Maßnahmen. Der Alternativbericht des Bündnisses Istanbul Konvention (BIK), der in einem fast einjährigen Prozess unter Einbezug von Fachstellen, Selbstorganisationen und Betroffenenperspektiven erarbeitet wurde, beleuchtet diese Versäumnisse detailliert und zeigt den akuten Handlungsbedarf auf.

Download: Alternativbericht

Download: Forderungspapier

Quelle: Bündnis Istanbul-Konvention

Bündnis „Gleichstellung - #unverhandelbar“

Der LFR Hessen ist Teil des Bündnisses „Gleichstellung - #unverhandelbar“ in Sachsen.

Wir unterstützen das Bündnis „Gleichstellung – #unverhandelbar“ und betonen, dass Gleichstellung ein Verfassungsauftrag ist. Die Strukturen der Gleichstellungsbeauftragten sind entscheidend für Gewaltprävention, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Sicherheit im öffentlichen Raum, faire Arbeitsmarktzugänge, geschlechtergerechte Stadt- und Regionalplanung sowie die Teilhabe von Frauen in Politik und Gesellschaft.

Mehr Informationen zum Bündnis „Gleichstellung - #unverhandelbar“ sind bei der LAG komm. Frauenbeauftragte Sachsen und BAG komm. Frauenbeauftragte zu finden:

Pressemitteilung LandesFrauenRat Hessen verurteilt Angriff auf pro familia und fordert schnelles Handeln der zuständigen Behörden

LandesFrauenRat Hessen verurteilt Angriff auf pro familia und fordert schnelles Handeln der zuständigen Behörden

Der LandesFrauenRat Hessen ist schockiert über die Schmiererei an der Hauswand der Beratungsstelle von pro familia in Frankfurt. Unbekannte haben am vergangenen Wochenende das Wort „Mörder“ auf die Hauswand der Beratungsstelle geschmiert.

Dieser hetzerische und infame Angriff auf die Beratungsstelle, die wichtige medizinische und soziale Beratung und Hilfen leistet ist auf das schärfste zu verurteilen.

„Wir sehen darin einen klaren Angriff auf das Recht auf Abtreibung und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Es darf nicht hingenommen werden, dass Ratsuchende wie Mitarbeitende Bedrohung und Einschüchterung ausgesetzt werden. Wir appellieren an die Ordnungs- und Ermittlungsbehörden diesen aggressiven Übergriff sehr ernst zu nehmen und strikt zu verfolgen. Einer solchen Eskalation und Form der Bedrohung muss klar Einhalt geboten und mit präventiven Schutzmaßnahmen begegnet werden.“ erklärt Brigitte Ott, Vorstandsmitglied im LandesFrauenRat Hessen.

Der LandesFrauenRat Hessen steht an der Seite von pro familia und sichert seine Unterstützung zu.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Download.

Interview von der stellvertretenden Vorsitzenden, Ursula Pöhlig, zum Internationalen Frauentag am 08. März 2025

Anlässlich des Internationalen Frauentag hat Ursula Pöhlig, stellvertretende Vorsitzende, der Deutschen Presse Agentur ein Interview gegeben. Hier sind verschiedene Veröffentlichungen von dem Interview:

Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/hessen/landfrauenverband-gleichberechtigung-nur-auf-dem-papier-zr-93614790.html

Hessenschau: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/landfrauen-gleichberechtigung-gibt-es-nur-auf-dem-papier-v1,kurz-gleichberechtigung-100.html

Zeit: https://www.zeit.de/news/2025-03/08/landfrauenverband-gleichberechtigung-nur-auf-dem-papier

 

Pressemitteilung LandesFrauenRat Hessen begrüßt das Gewalthilfegesetz – Ein Meilenstein im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Das Gewalthilfegesetz kommt! Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat letzten Freitag für das Gewalthilfegesetz gestimmt. Das Gesetz stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Gewalt an Frauen dar. Es ist ein bedeutender Erfolg für all diejenigen, die sich über Jahre hinweg unermüdlich für den Schutz von Betroffenen eingesetzt haben.

„Dieses Gesetz ist das Ergebnis einer jahrelangen, engagierten Arbeit von Frauenverbänden und -initiativen, die sich immer wieder für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen stark gemacht haben“, erklärt Sigrid Isser, Vorsitzende des LandesFrauenRats Hessen.

Dennoch muss betont werden, dass das Gesetz nicht für alle Frauen gleichermaßen gilt. Die oft vulnerable Gruppe von geflüchteten Frauen, trans, nicht-binären und inter Personen ist von dem geschlechtsspezifischen Schutz ausgeschlossen. Es ist daher unerlässlich, dass wir als Gesellschaft weiterhin daran arbeiten, auch diesen Frauen umfassende Hilfen und Schutzmaßnahmen zu garantieren.

Der LandesFrauenRat Hessen appelliert an die Landesregierung, den Gesetzestext mit einer nachhaltigen Strategie umzusetzen und dafür zu sorgen, dass Frauen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind, unkomplizierten Zugang zu den Hilfsangeboten erhalten. Nur so können wir sicherstellen, dass das Gewaltschutzgesetz tatsächlich ein wirkungsvoller Schutzschild für alle gewaltbetroffenen Frauen wird.

Mit diesem Gesetz ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan, jedoch bleiben wir wachsam und engagiert, um die Rechte und den Schutz von Frauen auch in Zukunft zu garantieren.

Der LandesFrauenRat Hessen mit insgesamt derzeit 47 unterschiedlichen Mitgliedsverbänden, vertritt die Interessen von mehr als 1,2 Millionen Frauen in Hessen und arbeitet unabhängig, überparteilich und überkonfessionell.