Zum Hauptinhalt springen

Besuch der Hessischen Staatssekretärin Katrin Hechler

Am 15. Juni 2026 begrüßten das Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e. V. und der LandesFrauenRat Hessen die Hessische Staatssekretärin Katrin Hechler in ihren Räumlichkeiten in Wiesbaden. Im Rahmen ihres Besuchs überreichte sie den Förderbescheid des Landes Hessen für das Jahr 2026 und bekräftigte damit die weitere Unterstützung der Arbeit des BüroF und des LFR Hessen.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch über die aktuelle Arbeit des BüroF und LFR Hessen sowie die Bedeutung der landesweiten Bildungs- und Vernetzungsangebote für Frauen in Hessen. Staatssekretärin Hechler informierte sich über die vielfältigen Seminare, Vorträge und Online-Angebote des Vereins und kam mit Vertreterinnen des Teams sowie des Vorstands ins Gespräch. Hier waren Sigrid Isser, Vorsitzende des LFR Hessen, und Rita Czymai, Programmausschussvorsitzende BüroF, vor Ort.

Besonders im Fokus standen die Rolle politischer Bildungsarbeit, die Stärkung von Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen, sowie die Bedeutung verlässlicher Strukturen für zivilgesellschaftliches Engagement. Dabei wurde deutlich, welchen wichtigen Beitrag das BüroF seit vielen Jahrzehnten für Gleichstellung, Teilhabe und gesellschaftlichen Dialog in Hessen leistet.

Wir danken Staatssekretärin Katrin Hechler herzlich für ihren Besuch, die wertschätzenden Worte und die Fortführung der Förderung. Die Unterstützung des Landes Hessen ist ein wichtiges Signal für die Bedeutung politischer Bildungsarbeit und die aktive Beteiligung von Frauen am öffentlichen Leben.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und die gemeinsamen Impulse für ein starkes und vielfältiges Hessen.

 

BüroF.jpg

 

Gespräch des LFR-Vorstandes mit dem Hessischen Justizminister Christian Heinz zum Thema „Fußfessel nach dem spanischen Modell“

Am 14. April 2026 führte der Vorstand des LandesFrauenRats Hessen (LFR Hessen) ein Gespräch mit dem Hessischen Justizminister Christian Heinz zur Anwendung und Weiterentwicklung der elektronischen Fußfessel im Kontext von Gewalt gegen Frauen.

Der Minister stellte die aktuellen Erkenntnisse zur Nutzung und Wirksamkeit der Fußfessel in Hessen seit ihrer Einführung vor einem Jahr dar. Zudem erläuterte er das Frauensicherheitspaket der Landesregierung aus dem Herbst 2024 sowie den Umsetzungsstand des Gewalthilfegesetzes. Das neue Gesetz zur Weiterentwicklung der Maßnahmen tritt zum 1. April 2027 in Kraft.

„Der Austausch mit dem LandesFrauenRat Hessen war sehr wertvoll. Ich bin sehr dankbar für die wichtigen Rückmeldungen im Hinblick auf die Frauensicherheit in unserem Land. Ein Thema, das uns alle angeht. Wir werden uns weiter energisch dafür einsetzen, dass Frauen in unserem Land vor häuslicher Gewalt besser geschützt werden.“ – betonte Hessens Justizminister Christian Heinz.

Hessen übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Das Land hat die Federführung beim Ausrollen des Konzepts übernommen und gestaltet maßgeblich die Übertragung auf die weiteren 15 Bundesländer.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand der Vergleich mit dem spanischen Modell, das auf einer systemischen Herangehensweise basiert: einer fundierten Risikoanalyse, der engen Vernetzung von Polizei, Justiz und weiteren Behörden sowie einer konsequent schnellen Intervention bei Gefährdungslagen. Deutlich wurde, dass die Wirksamkeit der Fußfessel maßgeblich von ihrer Einbettung in ein solches Gesamtsystem abhängt.

Darüber hinaus wurde intensiv über präventive Ansätze und Täterarbeit diskutiert. Einigkeit bestand insbesondere hinsichtlich der zentralen Bedeutung von Aufklärung sowie der gezielten Fort- und Weiterbildung von Polizei- und Justizpersonal, um Hochrisikofälle frühzeitig zu erkennen und wirksam zu intervenieren.

Der LFR Hessen betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, betroffenen Frauen einen möglichst einfachen Zugang zu Informationen zu ermöglichen, und regte die Erstellung einer niedrigschwelligen, verständlichen Informationsbroschüre an.

Abschließend wurde das Thema „digitale Gewalt“ adressiert, insbesondere die zunehmenden Risiken durch KI-generierte Bilder und Videos. Hervorgehoben wurde die Notwendigkeit einer klaren gesellschaftlichen Haltung sowie gezielter Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen.

An dem Gespräch nahmen Ursula Pöhlig (stellvertretende Vorsitzende), Brigitte Ott (Beisitzerin), Andrea Gerlach (Beisitzerin) sowie Isriela Bushkola (Geschäftsführerin) teil.

Pressemitteilung zum Herunterladen.

Bild 2 klein

Großdemonstration und Demokratiefest in Fulda-Johannesberg

Die AfD greift unsere Grundsätze, Ziele und Überzeugungen an und stellt die Werte in Frage, für die wir stehen. Deshalb rufen wir unsere Mitglieder, Unterstützer*innen und Mitarbeiter*innen auf zur Teilnahme am Protest gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugend Hessen am Samstag, 28. März, in Fulda-Johannesberg. 

Als zivilgesellschaftliche Organisationen treten wir in unterschiedlichen Bereichen für eine demokratische, soziale, nachhaltige und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft ein. In der extrem rechten AfD sehen wir eine große Bedrohung für die Demokratie. Dass die AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Hessen, dem Bundesland, in dem wir aktiv sind, ihren Landesverband gründen will, lassen wir nicht unwidersprochen. 

Wir appellieren an die Politik, sich klar gegen den Rechtsextremismus zu positionieren und ihm den Nährboden zu entziehen. Verantwortliche in Bund, Land und Kommunen müssen die Demokratie entschlossen verteidigen und die Bevölkerung zusammenbringen, anstatt Gruppen gegeneinander auszuspielen. Allen Kindern und Jugendlichen müssen Zukunftsperspektiven in einer solidarischen Gesellschaft eröffnet werden. Kürzungen im sozialen Bereich und in der Bildung darf es daher nicht geben.

Um gerade die junge Generation für die Gefahren rechtsextremer Ideologien zu sensibilisieren, muss die Demokratiebildung gestärkt werden. In Hessen muss das Demokratieförderungsgesetz auf den Weg gebracht werden, das CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt haben. 

Das AfD-Programm steht unseren ethischen Überzeugungen an so vielen Punkten diametral entgegen, dass hier nur einige beispielhaft genannt werden können: Die AfD ist völkisch-national und spricht großen Teilen der Bevölkerung die Zugehörigkeit zu Deutschland ab, etwa weil sie eine Migrations- oder Fluchtgeschichte haben. Sie vertritt ein rückwärtsgewandtes Frauen- und Familienbild und lehnt Lebensentwürfe ab, die diesem nicht entsprechen. Die Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik der AfD ist darauf ausgelegt, die ungleiche Verteilung des Reichtums noch zu verstärken.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel leugnet die AfD und verbreitet gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Wir treten allen Formen von Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Sexismus, Antifeminismus sowie Feindlichkeit gegenüber LGBTIQ* und Menschen mit Behinderung entschieden entgegen. Wir stehen für eine vielfältige, offene und nachhaltige Gesellschaft und werden dafür von der AfD bedrängt und angefeindet. 

Die geplante Neugründung des Landesverbands Hessen der AfD-Jugendorganisation in Fulda werden wir nutzen, um einmal mehr unsere Werte gegen ihre Hetze zu setzen. Ihren Versuch, die Gesellschaft zu spalten, kontern wir mit einem Appell für Solidarität und Zusammenhalt und freuen uns dabei über Unterstützung.

Für Samstag, 28. März 2025 sind in Fulda zahlreiche Aktionen geplant. 
„Fulda stellt sich Quer“ ruft auf zur Demonstration nach Johannesberg, die um 10 Uhr am Parkplatz Aueweiher startet. Um 10.30 Uhr beginnt vor dem Bürgerhaus Johannesberg, dem Tagungsort der AfD-Jugend das Demokratiefest.

Herausgebende Organisationen in alphabetischer Reihenfolge:

agah – Landesausländerbeirat

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen

DGB Hessen-Thüringen

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Hessen 

LandesFrauenRat Hessen

NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Hessen

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Hessen

Hier geht es zur Pressemitteilung.

Wir gratulieren Sigrid Isser

Herzlichen Glückwunsch zur Bürgermedaille! 🏅Wir gratulieren Sigrid Isser zur Bürgermedaille der Stadt Offenbach. Ihr unermüdlicher Einsatz und Engagement wurden gestern feierlich im Offenbacher Rathaus ausgezeichnet. Nadine Gersberg, MdL und Ursula Pöhlig bedankten sich im Namen der Vorstände BüroF und LandesFrauenRat Hessen für die vielen Jahre Engagement und für ihren Einsatz für Frauenrechte und Gleichstellung. Sigrid Isser ist seit über 20 Jahren die Vorsitzende des LandesFrauenRats Hessen und damit die dienstälteste Vorsitzende eines Landesfrauenrats bundesweit.💫💜‼️

 

 Bürgermedaille.jpg

Zweiter Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland

Das Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) hat am 17. November 2025 seinen Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland veröffentlicht. Der Bericht wird GREVIO, dem unabhängigen Expert*innengremium des Europarats, vorgelegt und zeigt auf: Es bestehen weiterhin massive Lücken beim Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt. Es fehlt zudem an einer klaren Verbindlichkeit bei der bundesweiten Umsetzung der Maßnahmen. Der Alternativbericht des Bündnisses Istanbul Konvention (BIK), der in einem fast einjährigen Prozess unter Einbezug von Fachstellen, Selbstorganisationen und Betroffenenperspektiven erarbeitet wurde, beleuchtet diese Versäumnisse detailliert und zeigt den akuten Handlungsbedarf auf.

Download: Alternativbericht

Download: Forderungspapier

Quelle: Bündnis Istanbul-Konvention

Bündnis „Gleichstellung - #unverhandelbar“

Der LFR Hessen ist Teil des Bündnisses „Gleichstellung - #unverhandelbar“ in Sachsen.

Wir unterstützen das Bündnis „Gleichstellung – #unverhandelbar“ und betonen, dass Gleichstellung ein Verfassungsauftrag ist. Die Strukturen der Gleichstellungsbeauftragten sind entscheidend für Gewaltprävention, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Sicherheit im öffentlichen Raum, faire Arbeitsmarktzugänge, geschlechtergerechte Stadt- und Regionalplanung sowie die Teilhabe von Frauen in Politik und Gesellschaft.

Mehr Informationen zum Bündnis „Gleichstellung - #unverhandelbar“ sind bei der LAG komm. Frauenbeauftragte Sachsen und BAG komm. Frauenbeauftragte zu finden:

Pressemitteilung LandesFrauenRat Hessen verurteilt Angriff auf pro familia und fordert schnelles Handeln der zuständigen Behörden

LandesFrauenRat Hessen verurteilt Angriff auf pro familia und fordert schnelles Handeln der zuständigen Behörden

Der LandesFrauenRat Hessen ist schockiert über die Schmiererei an der Hauswand der Beratungsstelle von pro familia in Frankfurt. Unbekannte haben am vergangenen Wochenende das Wort „Mörder“ auf die Hauswand der Beratungsstelle geschmiert.

Dieser hetzerische und infame Angriff auf die Beratungsstelle, die wichtige medizinische und soziale Beratung und Hilfen leistet ist auf das schärfste zu verurteilen.

„Wir sehen darin einen klaren Angriff auf das Recht auf Abtreibung und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Es darf nicht hingenommen werden, dass Ratsuchende wie Mitarbeitende Bedrohung und Einschüchterung ausgesetzt werden. Wir appellieren an die Ordnungs- und Ermittlungsbehörden diesen aggressiven Übergriff sehr ernst zu nehmen und strikt zu verfolgen. Einer solchen Eskalation und Form der Bedrohung muss klar Einhalt geboten und mit präventiven Schutzmaßnahmen begegnet werden.“ erklärt Brigitte Ott, Vorstandsmitglied im LandesFrauenRat Hessen.

Der LandesFrauenRat Hessen steht an der Seite von pro familia und sichert seine Unterstützung zu.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Download.

Interview von der stellvertretenden Vorsitzenden, Ursula Pöhlig, zum Internationalen Frauentag am 08. März 2025

Anlässlich des Internationalen Frauentag hat Ursula Pöhlig, stellvertretende Vorsitzende, der Deutschen Presse Agentur ein Interview gegeben. Hier sind verschiedene Veröffentlichungen von dem Interview:

Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/hessen/landfrauenverband-gleichberechtigung-nur-auf-dem-papier-zr-93614790.html

Hessenschau: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/landfrauen-gleichberechtigung-gibt-es-nur-auf-dem-papier-v1,kurz-gleichberechtigung-100.html

Zeit: https://www.zeit.de/news/2025-03/08/landfrauenverband-gleichberechtigung-nur-auf-dem-papier