Das Jahresthema 2020 vom LFR Hessen lautet: „Carearbeit“

Unsere langjährige Geschäftsführerin, Frau Carolin Rauscher, hat sich dazu entschlossen, nach über 8 Jahren Geschäftsführung im LandesFrauenRat Hessen neue Wege zu gehen. Sie hat sich zum 01.08.2020 einer neuen Aufgabe gewidmet. Sie bleibt dem frauenpolitischen Bereich als Referentin beim Kommunalen Frauenreferat der Landeshauptstadt Wiesbaden allerdings weiterhin treu. Ihre Entscheidung bedauern wir dennoch sehr. Ihren jahrelangen Beitrag und Ihre Leistung für unseren LandesFrauenRat werden wir vermissen. Sie hat durch ihre Motivation und ihren Sachverstand viel zur Entwicklung und zur erfolgreichen Zusammenarbeit in unserem LandesFrauenRat beigetragen. Wir freuen uns; Frau Rauscher in der Zukunft jederzeit und insbesondere in frauenpolitischen Zusammenhängen zu begegnen und wünschen ihr alles Gute für ihre berufliche und persönliche Zukunft. Ihr LFR-Vorstand

Zivilgesellschaftliches Bündnis veröffentlicht Forderungen an die Landesregierung

Vor dem Hintergrund der Morde von Hanau und an Walter Lübcke sowie den aktuellen Bedrohungen durch den „NSU 2.0“, die auf rechtsextreme Netzwerke in den Landesbehörden hinweisen, fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis die hessische Landesregierung zum Handeln auf. Die Landesregierung müsse Bewegungen für Menschenrechte stärken und allen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden entgegentreten, heißt es in dem Forderungspapier, das am 28. September 2020 bei einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Die Herausgeber des Forderungspapiers sehen die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und möchten mit seiner Veröffentlichung den Dialog und den Austausch mit der Landesregierung zu diesem Thema vertiefen. Dabei sollen zivilgesellschaftliche Gruppen und insbesondere Betroffenen-Vertretungen stärker als bisher einbezogen werden.

Positionspapier "Demokratie stärken, Rechtsextremismus und Rassimus bekämpfen - Forderungen an die hessische Landesregierung" (PDF)

Der LFR Hessen unterstützt die Petition des Landfrauenverbandes Hessen e.V. zur Neuorientierung im Gesundheitswesen : ZUERST der MENSCH!
Der Landfrauenverband Hessen hat sich mit seinen Forderungen an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtages zur Korrektur der Ziele im Gesundheitswesen und zur ärztlichen Versorgung, Vorsorge und Pflegesystem insbesondere im ländlichen Raum, gewandt.

Denn: Die Corona-Pandemie hat Fehlentwicklungen im deutschen Gesundheitswesen deutlich gemacht.
Das gesamte Gesundheitswesen ist jahrelang fast ausschließlich unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit und der Kostensenkung verändert worden. Statt Gesundheit und Wohlergehen der Menschen stehen Gewinne an erster Stelle.

Die Petition mit allen weiteren Informationen sowie die Unterschriftenliste finden Sie hier.

Bitte beteiligen Sie sich hieran und unterstützen Sie den Landfrauenverband Hessen!

 

Der LandesFrauenRat (LFR) Hessen unterstützt gemeinsam mit rund 85 zivilgesellschaftlichen Organisationen und 50 Privatpersonen als Erstunterzeichner*in den Aufruf des DF (Deutscher Frauenrat) und GMEI (Gender Mainstreaming Experts International) zur Gründung einer Gleichstellungsstiftung. Wir fordern von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages, das im Koalitionsvertrag festgehaltene Vorhaben noch 2020 auf den Weg zu bringen.

Die Corona-Krise zeigt deutlich, dass politische Maßnahmen zum Umgang mit dem Virus die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Mädchen vernachlässigen und auf längst überholt geglaubte Geschlechterrollen setzen. Deshalb brauchen wir dringender denn je eine Einrichtung, die gleichstellungspolitische Erfolge sichert, weiterentwickelt und so mithilft, einen Roll Back zu verhindern. Das wäre ein klares politisches Signal, Rückschritte in Sachen Gleichstellung nicht zu akzeptieren, sondern den Gleichstellungsauftrag aus dem Grundgesetz jetzt umso mehr umzusetzen.

Eine konsistente Frauen- und Gleichstellungspolitik braucht eine sichere Basis und über die Legislaturperioden hinweg stabile Strukturen. Die Gleichstellungsstiftung muss noch in diesem Jahr gegründet, in den Folgejahren aufgebaut und vor allem angemessen ausgestattet werden, um die Erfolge in der Gleichstellung zu schützen und weiterzuentwickeln.

Das muss jetzt geschehen

  • Die Zivilgesellschaft sollte jetzt in die Konkretisierung des Konzepts eingebunden werden – wir sind dazu bereit.
  • Es sollte zügig geklärt werden, welche Verfasstheit und konkrete Rechtsform dem Arbeitsauftrag der Stiftung optimal entspricht.
  • Ein gleichstellungspolitisch versiertes und erfahrenes Gründungsteam sollte rekrutiert werden.

Die Koalitionsfraktionen haben sich auf die Einrichtung einer Stiftung zur Förderung der Gleichstellung am 07.07.2020 verständigt und erleichtern damit strukturelle Gleichstellungspolitik.

Den Aufruf von GMEI und dem DF "Gleichstellungsstiftung jetzt gründen" mit den Forderungen der Zivilgesellschaft können Sie hier nachlesen.

Hier finden Sie alle Erstunterzeichner*innen

 

 

„Corona trifft in erster Linie Frauen und zeigt Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis auf – LFR Hessen unterstützt die Forderungen des Landfrauenverbands Hessen“

Wiesbaden

Der Landesfrauenrat (LFR) Hessen begrüßt die Forderungen vom Landfrauenverband Hessen an die Politik darauf zu achten, bei Maßnahmen und Regelungen hinsichtlich der Eindämmung der Corona-Pandemie auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen zu achten und entsprechende Gremien paritätisch zu besetzen.

Sigrid Isser, die Vorsitzende vom LFR Hessen betont: „Auch der LFR Hessen sieht, dass die Corona-Krise weiblich ist. In den derzeit stark von der Coronakrise betroffenen Branchen wie Gastronomie – und Hotelgewerbe, ebenso wie Tourismus und Einzelhandel (außer Lebensmittel) arbeiten überwiegend Frauen. Hier bangen viele um ihre Arbeitsplätze und haben die Auswirkungen in finanzieller Hinsicht in den letzten Monaten schon gespürt. Gleichzeitig arbeiten in den genannten systemrelevanten Berufen, den sog. Careberufen, ebenfalls vorwiegend Frauen. Wir als LFR Hessen fordern eine finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung dieser Berufe und begrüßen die Forderungen des hessischen Landfrauenverbands an die Politik stellt. Denn jetzt ist die Zeit, Frauen und die ungleiche Verteilung im Geschlechterverhältnis in den Blick zu nehmen.“

Und hier finden Sie die Pressemitteilung vom Landfrauenverband.

 

Liebe Mitglieder vom LFR Hessen, liebe Gäste.

die Maßnahmen, die dazu dienen, dass sich das Coronavirus langsamer ausbreitet, machen auch vor dem LFR nicht halt.
Wir haben uns entschlossen, bis zu den Sommerferien keine Veranstaltungen mehr anzubieten.

Wir möchten an dieser Stelle auf das neue Angebot vom BüroF hinweisen:

Ab April 2020 geht das BüroF zusammen mit seinen Referentinnen neue Wege und bietet gemeinsam mit den Referentinnen Online-Vorträge/ Angebote an.
Hier haben Sie die Möglichkeit, Vorträge und Inhalte online anzusehen und Ihre Fragen per Chat zu stellen. Sie erhalten mit der Anmeldung einen Link, unter dem Sie sich anmelden können. Bitte gehen Sie 10 Minuten vor Beginn online und melden Sie sich bei dem jeweiligen Online-Angebot an. 
 
Möchten Sie diese digitalen Möglichkeiten ausprobieren und nutzen?
Sie benötigen lediglich einen Computer mit gutem Internetzugang sowie Lautsprecher.


Hier finden Sie die Online-Angebote vom BüroF

Liebe Interessierte,

Covid 19 hat unser Leben stark verändert, auch der LFR Hessen spürt die Auswirkungen und hat beschlossen, vorerst keine Veranstaltungen anzubieten.

Unter 0611/ 15 78 60 sind wir telefonisch erreichbar oder Sie erhalten aktuelle Informationen über unseren Anrufbeantworter. 

Wir werden uns bemühen, die ausgefallenen Veranstaltungen zu gegebener Zeit nachzuholen. Derzeit ist aber die weitere Entwicklung nicht vorhersehbar. 

Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns bei Ihnen für Ihr Interesse.

Der LFR-Vorstand und die Geschäftsführerin

Die nächste LFR-Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, 24. September 2020 von 16.30 - 19.00 Uhr in Frankfurt statt. Die genauen Informationen hierzu erhalten die LFR-Delegierten und Gäste zeitnah vorher.

Bei dieser LFR-Mitgliederversammlung wird auch der LFR-Vorstand neu gewählt.

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat sich in einem neuen Policy Brief mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit befasst. Darin werden die Verteilung von Geld und Macht sowie die gesellschaftliche Teilhabe und die familiären Bindungen von Männern und Frauen betrachtet und untersucht.

Deutlich wird auch bei der Untersuchung vom BiB, dass in Deutschland Frauen in politischen Spitzenämtern weiterhin stark unterrepräsentiert sind. So ist in allen kreisfreien Städten und Landkreisen nur jedes zehnte Oberhaupt weiblich.

Aber auch die Unterschiede beim Thema Einkommen zwischen den Geschlechtern, die Negativfolgen für Frauen in der Rente haben, werden aufgezeigt. Es wird deutlich: Es herrscht nach wie vor eine geschlechtstypische Rollenverteilung vor, die Nachteile für beide Gechlechter birgt. Eine gute und aktuelle Übersicht zum Thema Geschlechtergerechtigkeit.

Der Policy Brief kann hier runter geladen werden.